komm.

komm.
komm, lass uns schreiben.
lass uns so tun als gäbe es kein urteil.
komm.
angst hat gesagt, sie bleibt heute wegen bauchschmerzen im bett.
komm.
komm, lass uns tanzen gehen.
die tanzfläche ist zwischen den zeilen.
komm.

Antworte

Deine Lippen auf meinen ist Liebe?
Dein Mund voller Wörter ist Interesse?
Deine Ohren geöffnet ist Verständnis?
Deine Wangen gerötet vor Scham?
Deine Arme geöffnet ist Wärme?
Deine Brust an meiner ist Nähe?

Dein Schritt weg von mir ist Distanz?
Dein Schritt auf mich zu wieder Nähe?
Dein Schritt weg von mir eine Entscheidung?
Dein Schritt auf mich zu ein Neuanfang?
Dein Schritt weg von mir mein Schmerz?
Dein Schritt auf mich zu Spielerei?

Merkst du wie mich deine Schritte verletzen?
Merkst du wie sich wie die Musik von uns entfernt?
Weißt du welchen Takt du selbst lebst?
Merkst du´s?

Ich tanze allein

Schwarzer Alltag

du denkst an Nichts und dein Kopf scheint
für einen kleinen Moment frei zu sein
für einen kleinen Moment im Hier und Jetzt
du – lebst – einfach
gehst einfach die Straße entlang
dein Herz hopst vor Freude im lustigen Takt deiner Schritte

DANN

Dann schweift dein Blick weiter
dann hören deine Ohren ihre Stimmen
dann sehen deine Augen ihre Blicke
dann läufst du schneller
kommst aus dem Takt

Dein Herz schlägt einen anderen Beat
nicht mehr deinen Rhythmus
ihren Takt
vorgegeben von Blicken, Stimmen
die dir sagen wollen
wer du bist
wohin du gehörst
wohin du laufen sollst
und wie schnell

Du rennst
trägst plötzlich deine Heimat in deinen Schuhen
kannst kaum noch atmen
hörst ihre Stimmen
siehst ihre Blicke
ganz außer Atem
kannst nicht mehr sprechen

Ich bleibe stehen
finde meine Stimme wieder
atme.
spreche.
schreibe.
alltäglich.